SOZIALGEMEINSCHAFT DUNNINGEN e.V.
Hauptstr. 36 78655 Dunningen
1. Arbeitsteilung im Vorstand
Ich darf sie heute wieder über das abgelaufene Vereinsjahr 2010 informieren. Neben der Mitgliederversammlung am 24. Januar im Eschachtreff in Seedorf haben 4 Vorstandssitzungen (12.04., 20.07., 18.10., 10.01.) stattgefunden. Eine gute Zusammenarbeit und die klare Zuweisung von Aufgaben im Vorstand kennzeichnen unsere ehrenamtliche Tätigkeit. Für alle, die zum ersten Mal bei einer Mitgliederversammlung sind möchte ich den siebenköpfigen Vorstand mit dem jeweiligen Aufgabenbereich kurz vorstellen: Roland Mager, zuständig für Lackendorf, ist auch stellvertretender Vorsitzender. In Dunningen hat seit sechs Jahren Oswald Kammerer die Organisation der Kuchenspender und der Wirte zu bewältigen und hält als Kirchengemeinderat Verbindung zur Kirchengemeinde. Hilde Fuß als Pflegedienstleiterin der Sozialstation ist qua Amt Mitglied des Vorstandes. Sie ist ganz nah dran an den Pflege- und Hilfebedürftigen– mit der Unterstützung von Kolleginnen leistet sie - oft im Verborgenen- aktive Sozialhilfe. Unser Kassierer Hansi Pieronczyk fungiert seit Gründung der Sozialgemeinschaft im Jahre 1994 als Art Geschäftsführer und hat neben den Finanzen, der Abrechnung und der Personalverwaltung noch manch andere Arbeit übernommen. Unsere Seedorfer sind Beate Heim, sie schreibt das Protokoll, kümmert sich um die Organisation der Wirte und der Kuchenspender in Seedorf und wird seit zwei Jahren unterstützt von Maria Glatthaar-Grau. Für mich als Vorsitzender bleibt neben der Führung des Vereins, die Planung von Veranstaltungen und die Organisation von Aktivitäten. Auch die Aufgaben des Pressewarts nehme ich wahr. Ich sorge für die Amtsblatt-Berichte und versuche, Events der Sozialgemeinschaft in der Lokalpresse unterzubringen. Als Gemeinderat und Mitglied im Betriebsausschuss Seniorenzentrum setze ich mich besonders für die Senioren ein.
2. Arbeit im Einzelnen:
2.1. Sozialgemeinschaft - Sozialstation Der neue Vertrag zwischen der Katholischen Kirchengemeinde Dunningen einerseits und den Kirchengemeinden und bürgerlichen Gemeinden im Einzugsgebiet der Sozialstation St. Martin andererseits wird seit 2008 angewandt. Die Sozialgemeinschaft ist dabei nicht Vertragspartner. Als wir dann im April die Rechnung für 2008 und 2009 erhielten, wurde bei der Vorstandssitzung beschlossen, nicht zu bezahlen („Ohne Mitsprache keine Zahlung!“). Ebenso schien uns bei der guten Kassenlage der Sozialstation es darstellbar, dass der Abmangel selbst geschultert werden kann. Doch da erlebten wir ein Fiasko. Die Kirchengemeinde bezog sich auf das Gewohnheitsrecht (langjährige Übung) und auf unsere Satzung (Unterstützung der Sozialstation zumindest im bisherigen Umfang). Der Vorstand musste dies akzeptieren, bestand aber darauf, dass Anstrengungen unternommen werden, den Abmangel zu reduzieren und die Sozialgemeinschaft bei wesentlichen Änderungen zu informieren. In den Sitzungen am 20.05. und am 06.09. ging es, das können sie mir abnehmen hoch her und nicht allen Teilnehmern hat dies gefallen bzw. gut getan. Übrigens: Am 14. Juli fand die Informationsveranstaltung der Sozialstation St. Martin mit allen Fördervereinen, Vertretern der bürgerlichen und kirchlichen Gemeinden statt. Die Geschäftsführerin Claudia Benner konnte wieder über ein sehr gutes Ergebnis berichten. (Gewinn im 6-stelligen Bereich)
2.2. Sozialgemeinschaft – sonstige Partner Bei den verschiedenen Trägern im Seniorenzentrum Dunningen gab es kleine Änderungen: Die Heimleitung des Pflegeheimes St. Veronika übt Herr Dietmar Zisterer aus, für Frau Bürk, die drei Jahre zuständig war, ist jetzt Frau Dubs die neue Hausleiterin. Frau Busch auf dem Rathaus macht die Hausverwaltung. Die Pflege erfolgt in bewährter Weise von der Sozialstation St. Martin. In verschiedenen Sitzungen wurden Termine abgestimmt und gemeinsame Aktivitäten geplant und durchgeführt. Besonders werden die Einrichtungen durch die Veranstaltungen der Seniorenclubs belebt. Dafür möchte ich mich besonders beim Vorstand Josef Reichert, Manfred Engeser und den weiteren Beiratsmitgliedern vom Frohen Alter Dunningen bedanken. In Seedorf entwickelt sich eine ähnlich gute Zusammenarbeit mit dem „Geselligen Alter“ und der Führungsquadriga mit Ewald Haas, Adolf Ernst, Max Baur und Kuno Werner. Ebenso mit der Polio-Selbsthilfegruppe von Margit Marte.
2.3. Mitarbeiter Bei der professionellen Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit gab es 2010 keine großen Veränderungen. In Dunningen haben wir mit Jeanette Brunnenkant eine zuverlässige und ruhige Kraft gewonnen. Sie ist seit 2010 für die Cafeteria zuständig. Ursula Breiner ist eine wertvolle Stütze für Gisela Rapp. Gisela Rapp ist als Chefin die Hauptperson, zuständig für die Organisation und die Soziale Betreuung der Hausbewohner samt Notruf. Sie regt an, denkt mit und kümmert sich um einen reibungslosen Ablauf. In Seedorf ist unser Team weiter erfolgreich: Petra Roth und Diana Haag-Höhn sind für die Betreuung der Bewohner, Rosi Langenbacher und Andrea Schneider für die Cafeteria zuständig. Man kann feststellen, dass eine gute Arbeit für unsere Hausgäste geleistet wird, die anerkannt und gelobt wird. Die 4. Nachfolgeprüfung für das Qualitätssiegel für das Betreute Wohnen durch den „Kommunalverband für Jugend und Soziales“ fand in 2010 statt. Das „Haus am Adlerbrunnen“ hat die Prüfung wiederum erfolgreich bestanden. Deshalb ein herzlichen Dank vor allem an unsere Gisela Rapp, deren Arbeit wiederum gelobt wurde. Änderungen in den verschiedenen Sparten, also der Nachbarschaftshilfe, dem Essen auf Rädern, dem Notruf, dem Fahrdienst, dem Betrieb der Cafeteria, deren Vollzug mit unseren fast 30 nebenamtlichen Mitarbeitern sowie den fast 100 ehrenamtlichen Wirten und den 80 Kuchenbäcker/innen erfolgte, standen immer auf der Tagesordnung. Genaue Zahlen und finanzielle Auswirkungen erfahren wir anschließend von unserem Kassier. Die Mitarbeiter haben wir wieder zu einer kleinen Adventsfeier zur Pflege der Zusammenarbeit am 12. Dezember in die Rose nach Seedorf eingeladen.
2.4. Veranstaltungen Das ganze Jahr über fanden immer wieder Veranstaltungen vor allem im Adlerbrunnen aber auch im Eschachtreff statt. Im Detail möchte ich erwähnen: Die Zithergruppe im Eschachtreff sorgte für Unterhaltung und auch die Jugendkapelle SteLa Musica aus Stetten-Lackendorf hatte wieder einen Auftritt. Ein besonderes Highlight stellte das Konzert der Eschachtalmusikanten im Mai dar. Diese fetzige Volksmusik hat alle begeistert. Auch das Volksliedersingen im September beim Frohen Alter mit Ewald Haas und Viktor Bihler und dem Geselligen Alter Seedorf ist gut angekommen und auch der Besuch des Liederkranzes Dunningen hat die Gäste erfreut. Der Nikolausmittag des SPD Ortsvereins mit dem abwechslungsreichen Programm und die Weihnachtsfeier des „Frohen Alters“ brachten wieder ein volles Haus. Die unterhaltsame Adventsfeier der Ortsverwaltung und die Treffen des „Geselligen Alters“ im Eschachtreff erfreuten die Besucher. Mit der „Stubenmusik“ mit Rosi Storz und Partnerinnen vor zwei Wochen haben wir einen Volltreffer gelandet Ewald Haas spielt immer wieder auf dem neuen Clavinova. Das Hobbyorchester hat am vergangenen Sonntag einen kurzweiligen Mittag geboten. Im vergangenen Jahr hat Gisela Rapp wieder eine Modeschau arrangiert– für unsere Hausbewohner ein besonderes Erlebnis. Mit dem Pensionär Ludwig Graf haben wir einen Hausmusikus, der immer wieder in die Tasten greift, und mit der „Musik zur Kaffeestunde“ (7.03.16.05. 10.10.) die Besucher mit klassischen und volkstümlichen Weisen unterhält.
3. Arbeit in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern
3.1.Betrieb der Cafeterias Unseres Cafeterias in Dunningen Und Seedorf mit Bewirtung, Kuchen und Programm/Belegung laufen gut. Der Adlerbrunnen dient immer wieder als Ersatzgaststätte. Generalversammlungen der großen Vereine finden verstärkt statt. Der sonntägliche Besuch in der Cafeterias hat etwas nachgelassen. Trotzdem sind Adlerbrunnen und Eschachtreff lieb gewonnene Orte für etliche Mitbürger aus dem Dorf und von auswärts und dienen der Kontaktpflege auch mit den Hausbewohnern. Der gegenseitige Besuch, die Unterstützung im Alltag, das Anteilnehmen an den Sorgen und Nöten sind die Vorteile unserer Seniorenwohnanlagen. Die Treffen der Polio-Gruppe bzw. die PEKIP- Mutter-Kind-Gruppe finden in unseren Räumlichkeiten statt. Für den Eschachtreff Seedorf wurden weitere Tische und Stühle angeschafft, die Stühle erhielten Polster, eine Clavinova gekauft. Damit sind wir bei größeren Veranstaltungen noch unabhängiger.
3.2. Soziale Betreuung + Organisation Notruf Der Umfang der sozialen Betreuung in Dunningen und Seedorf hat sich im vergangenen Jahr, auch demographisch bedingt, weiter erhöht.
Als regelmäßigen Angebote für die Hausbewohner fanden wieder statt: Am Mittwochmorgen die ökumenische Besinnung mit dem ev. Pfarrer Markus Steinhilber und mit Pfarrer Barth, Dreesen, Dr. Pajor und auch Hermann Mauch im Besinnungsraum. Ebenfalls die Seniorengymnastik am Mittwoch in Seedorf. Zu erwähnen sind die stimmungsvolle Weihnachtsfeier mit Manfred Gapp am Akkordeon, sowie der Neujahrsempfang mit Gisela und Siegfried Rapp an der Drehorgel. Im Eschachtreff hat das traditionelle Weihnachtsessen stattgefunden organisiert von Petra und Diana. Die Organisation des Notrufs im Adlerbrunnen und im Eschachtreff erfolgte reibungslos.
3.3. Essen auf Rädern Rosi Langenbacher fährt in Seedorf das Essen aus. In Dunningen brachte bis September Berta Koschnike, in bewährter und zuverlässiger Art das Essen. Sie hat nach über 30 Jahren altersbedingt aufgehört. Wir bedanken uns nochmals herzlich für diese langjährige Treue. Es freut uns, dass ihre Arbeit mit der Verleihung der Bürgermedaille auch von der Bürgerlichen Gemeinde gewürdigt wurde. Wir sind froh, dass wir mit Katharina Hils wir eine zuverlässige Nachfolgerin gefunden haben. Das Essen in Dunningen kommt von der Ratstube und in Seedorf von der Rose.
3.4. Nachbarschaftshilfe Heidi Werner für Seedorf, Hedwig Müller für Dunningen und Elfriede Bauer in Lackendorf vermitteln Helferinnen. In Seedorf sind mehrere Damen im Einsatz. Oft vermitteln wir auch nur und die Arbeit läuft direkt zwischen Helferin und Auftraggeber ab. Eine Informationsveranstaltung für alle unsere Mitarbeiter hat Hansi Pieronczyk am 10. Januar durchgeführt. Die Überprüfung durch die Berufsgenossenschaft war der Anlass – die Mitarbeiter fanden die Belehrung sinnvoll und informativ.
3.5 Ambulante soziale Betreuung Neben Beate Heim und Maria Glatthaar-Grau bringt sich Elisabeth Haag auch weiterhin ein in die ambulante Betreuung in Seedorf. Auch in Dunningen konnte die Ambulante Betreuung, d.h. der Besuch von allein lebenden, die nicht mehr am Gemeindeleben teilnehmenden älteren und behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürgern fortgesetzt werden. Berta Graf, Trudel Glunk und Gisela Rapp haben in der Adventszeit viele besucht und ihnen ein kleines Präsent, diesmal ein Glas Honig oder Wurstdosen, überbracht.
3.6. Fahrdienst für ältere Mitbürger Unser Fahrdienst boomt weiter. Unser Trio Herbert Hangst und Hubert Bantle für Dunningen und Ludwig Stern für Seedorf bieten Ihre Dienste an, fahren Mitbürger vor allem zum Arzt oder ins Krankenhaus oder springen oft ein bei der Tagespflege.
3.7. Gemeinschaftsessen Das Gemeinschaftsessen läuft erfolgreich in Dunningen und Seedorf. Das Essen wird vom Rössle von Seedorf geliefert, in Dunningen wird es jeden Donnerstag angeboten und hat zwischen 30 und 40 Abnehmer. In Dunningen sind Anneliese Storz und Gertrud Mauch, unterstützt von Sigrid Bloch und Annemie Hangst tätig. Beim Gemeinschaftsessen in Seedorf ist jeden zweiten Mittwoch Rosi Langenbacher und Andrea Schneider im Einsatz. Für 5 € erhält man ein Essen mit Nachtisch und Getränk. Wie Teilnehmer betonen, geht’s ihnen dabei nicht nur ums Essen, sondern vor allem um das Gespräch. Aus Seedorf ist der Wunsch an mich herangetragen worden, das Essen auch wöchentlich anzubieten. Wir werden eine Umfrage machen und entsprechend entscheiden.
4. Öffentlichkeitsarbeit Über das Amtsblatt und die Tageszeitung informieren wir regelmäßig über Veranstaltungen und Änderungen. Zusätzlich wurde die Öffentlichkeitsarbeit der Sozialgemeinschaft durch den eigenen Internetauftritt verbessert. Georg Müller aktualisiert ständig mit den Berichten von Veranstaltungen oder z.B. mit dem Speiseplan. Auch bei der Mitgliedergewinnung übers Internet waren wir schon erfolgreich.
5. Ausblick und Ideen fürs kommende Jahr
5.1.Ambulante soziale Betreuung weiter verbessern - Nachbarschaftshilfe in Kooperation mit der Sozialstation: Reform der PV umsetzen durch Betreuung von Dementen/Alleinstehenden/Kranken /Behinderten, die Zuhause oder in einem Heim wohnen durch Besuchsdienste...(niederschwelliges Angebot) --- Dazu brauchen wir Hinweise von in Frage Kommenden und geeignete Helfer/Helferinnen.  - der Pflegestützpunkt des Landkreises und die Beratungsstelle in St. Veronika verbessern die Informationen über Angebote …
5.2. Programm und Aktivitäten in den Cafeterias fortsetzen und erweitern - Vorspiel von Vereinen und Einzelpersonen verstärken – vor allem in Seedorf - Kooperation mit Musikschule – Dunninger Forum bietet Vorträge an Frohes Alter - Geselliges Alter – Heimat- und Kulturverein – Musikverein – Gesangverein – HHC – Jugendkapelle
6. Schluss Das Ziel „Jede Familie wird Mitglied - Zwischenziel 1000 Mitglieder“ wurde zwar immer noch nicht erreicht. – Stand 31.12.2010: Stabil 804 Mitglieder. Neben den Mitgliedsbeiträgen haben wir auch im vergangenen Jahr Erträge aus der Wurststiftung erhalten. Mit den Mitteln von Luise Pfennig und Elisabeth Reuter wurde durch die Gemeinde die Stiftung „Haus am Adlerbrunnen“ gegründet. Zweck der Stiftung ist die Unterstützung des Seniorenzentrums und die Förderung der Altenhilfe. Zustiftungen sind erwünscht und würden uns zugute kommen. „Den Älteren Mitbürgern Hilfen und Unterstützung für ihren Alltag zuhause und in der Gemeinschaft anbieten“ heißt unsere Leitaufgabe, die wir wieder erfolgreich bewältigt haben. Alle unsere Angebote waren aber nur möglich durch die vielen ehren- und unsere nebenberuflichen Mitarbeiter und durch die Unterstützung von Ihnen unseren Mitglieder. Dafür möchte ich ihnen allen, auch meinen Vorstandsmitgliedern, einen herzlichen Dank aussprechen. Dunningen, 30.01.2011 Hans-Peter Storz
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